Und täglich grüßt das Murmeltier! Im Großen und Ganzen war der Ablauf des Tages wie der des Tages zuvor. Nach dem Frühstück habe ich mich um die Umbuchung des Fluges gekümmert und um kurz vor 10 Uhr war dann auch alles reisetechnische erledigt. Und an diesem Tag sollte es auch keine Visaprobleme geben. Weil ich mich ja eigentlich schon von allem und jedem verabschiedet hatte und mein Rucksack ja auch schon gepackt war, brauchte ich nur zu warten, bis wir zum zweiten Mal nach Hannover fahren konnten. Zwischendurch habe ich mir noch den Spaß erlaubt, Leute am Telefon zu erschrecken, die eigentlich damit gerechnet hatten, dass ich nicht mehr daheim bin, indem ich einfach nur ans Telefon gegangen bin :).
Als es dann losging, war alles gleich. Bis ich wieder am Check-In Schalter stand. Dieses Mal sagte die Dame am Check-In Schalter aber etwas anderes: „Sie stehen hier nicht auf meiner Liste!“ Aber davon lies ich mich nicht aus der Ruhe bringen. Ich hatte die Buchungsbestätigung ausgedruckt und hatte sie als Nachweis auch dabei. „Ich hatte heute morgen umgebucht!“ Ein weiterer Telefonanruf war nötig, um Gewissheit zu bekommen. Ich stand auf der Passagierliste! Nun kann es also doch losgehen! Gepäck eingecheckt, Tickets erhalten! Alles wird gut! Anschließend haben meine Eltern und ich uns noch einen Kaffee gegönnt und es kam die Zeit, für einige Monate Abschied zu nehmen.
Und dann waren es zwei ganz normale Flüge. In Kaliningrad fand dann tatsächlich die Grenzkontrolle statt. Vor dem Flug nach Samara hatte ich dort noch 2 Stunden Aufenthalt. In der Dunkelheit der Nach bin ich dann noch einmal 3 Stunden später (die Zeitverschiebung von 3h eingerechnet) um 04.40 Uhr Ortszeit mit einer halben Stunde Verspätung gelandet. Nachtflugverbot? Aus dem Flugzeug ausgestiegen warteten schon zahlreiche Taxifahrer am Eingang zum Flughafengebäude. Pass- und Personenkontrollen gab es keine. Andi, der mit mir hier in Samara ist und auch seine Studienarbeit schreibt, war so nett und ist so lange aufgeblieben, um mich zusammen mit Peter (Пётр) (einem Aspiranten am Institut, an dem wir unsere Studienarbeiten schreiben) abzuholen. Die Fahrt zum Wohnheim über unbeleuchtete, nichtbegrenzte und unebene Straßen war manchmal schon etwas abenteuerlich, aber ich fühlte mich, da ich in einem Auto westlichen Fabrikats saß und in keinem der Ladas, Moskvichs oder Wolgas, sehr wohl. Um 6.00 Uhr hieß es noch schnell, im neuen Zimmer das neue Bett beziehen und dann für 3 Stunden hinlegen. Es wurde dann doch großzügige 4 Stunden, aber dazu mehr im nächsten Eintrag.
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